Gelebte Tradition: Corps gestern und heute
Corps sind die von ihren Ursprüngen her ältesten der heute existierenden Studentenverbindungen und entstammen dem Geist der studentischen Reformbewegung nach der französischen Revolution.
In fast jeder Universitätsstadt Deutschlands sind Corps von der Zeit ihrer Gründung im späten 18. und im 19. Jahrhundert bis zum heutigen Tage prägender Teil der Hochschullandschaft und -geschichte.
Obwohl jedes Corps seine eigenen Grundsätze hat, gibt es doch einheitliche Prinzipien, die ein wesentlicher Bestandteil der corpsstudentischen Idee sind:
- Allen Corps ist das so genannte Toleranzprinzip und eine damit verbundene offene, freiheitliche Geisteshaltung gemein. Dies drückt sich beispielsweise darin aus, dass alle Studenten unabhängig von ihrer Nationalität, Herkunft und Religion in einem Corps aktiv werden können. Dagegen sind radikale politische Ansichten nicht mit unserem Selbstverständnis vereinbar.
- Mitglieder eines Corps sind auch nach ihrer aktiven Zeit als Studenten der Gemeinschaft lebenslang verbunden. Als im Berufsleben stehende „Alte Herren“ unterstützen sie das Corps sowohl finanziell, als auch durch ihre häufige Präsenz bei generationsübergreifenden Veranstaltungen.

