Die Universität Karlsruhe (TH) / KIT
Studium
Die Uni Karlsruhe ist eine der ältesten – und eine der besten – technischen Hochschulen Deutschlands. Das „TH“ im Namen ist keine Einschränkung wie beispielsweise „FH“, sondern eine Auszeichnung. Die Uni ist nicht nur eine Uni, sondern eine technische Hochschule. Dieser Anspruch zeigt sich nicht nur in den angebotenen Studiengängen, sondern auch in den Inhalten der einzelnen Studienpläne. Das Studium in Karlsruhe ist in fast allen Bereichen formal und mathematisch anspruchsvoll. Im Grundstudium ist das manchmal ein wenig nervig, aber schon im Hauptstudium lernt man die fundierten Grundlagen zu schätzen und bei Praktika und später im Beruf kann man sich mit der umfassenden Ausbildung auszeichnen. Insbesondere im Wirtschaftsingenieurwesen, der Informationswirtschaft, der Informatik, dem Bauingenieurwesen oder der Elektrotechnik, im oberen Bereich liegen außerdem Maschinenbau und Chemieingenieurwesen, genießt die Karlsruher Ausbildung einen ausgezeichneten Ruf, wie auch immer wieder von Rankings (CHE, Wirtschaftswoche, Stern, Focus, Capital, ...) bestätigt wird.
Forschung
An der Uni Karlsruhe wird nicht nur gelehrt, sondern auch geforscht – und das sehr gut. Seit der bundesweiten Elite-Uni Diskussion und der Umetikettierung vieler „Fachhochschulen“ in schlichte „Hochschulen“ unterstreicht die Uni Karlsruhe ihren Forschungsanspruch durch den Untertitel „Forschungsuniversität – gegründet 1825“. Sich selbst als Forschungsuni zu bezeichnen gut, aber es von anderen bestätigt zu bekommen ist umso besser. Deshalb ist die Uni zu recht stolz auf ihre Spitzenplatzierung im Forschungsranking des CHE (Centrum für Hochschulentwicklung).
Rahmenbedingungen
Die Ausstattung der Uni Karlsruhe ist in nahezu allen Bereichen hervorragend. Das liegt zum einen daran, dass Baden-Württemberg im Vergleich zu den meisten anderen Bundesländern finanziell noch recht gut da steht und das Land zum anderen einen überdurchschnittlichen großen Teil seines Haushalts in seine Hochschulen steckt. Darüber hinaus gelingt es der Uni immer wieder Drittmittel einzuwerben. Für die Uni Karlsruhe bedeutet das ein Jahresbudget von knapp 250 Millionen Euro.
Somit kann die Uni ihren ca. 20000 Studierenden (davon etwa 20% aus dem Ausland) und über 5000 Beschäftigten in 11 Fakultäten sehr gute Bedingungen bieten. Oftmals wird über Massenunis gelästert und der mangelnde Kontakt zu Dozenten beklagt. Auf Karlsruhe treffen diese Vorwürfe nicht zu: Einführungsveranstaltungen mit mehreren Tausend Studierenden gibt es hier nicht und im Hauptstudium gibt es sogar oft „familiäre“ Vorlesungen mit gerade einmal einem Dutzend Studierender pro Dozent. Wer Kontakt zu den 300 Professorinnen und Professoren sucht, der findet ihn an der Uni Karlsruhe auch. Der Campus liegt zentral mitten in der Stadt und erstreckt sich vom Schloss (und vor allem vom Schlosspark) und der Fußgängerzone aus nach Osten.
Exzellenzinitiative
Mit der im Rahmen der Exzellenzinitiative einhergehenden Förderung soll die universitäre Spitzenforschung in Deutschland voran getrieben werden. Ziel ist die Errichtung von Leuchttürmen der Wissenschaft die über die Grenzen Deutschlands hinausstrahlen und im internationalen Wettbewerb bestehen können.
Durch die Exzellenzinitiative sollen die drei projektorientierten Förderlinien: Graduiertenschulen, Exzellenzcluster, Zukunftskonzepten zum Ausbau universitärer Spitzenforschung gefördert werden.
Während Graduiertenschulen besonders die wissenschaftliche Arbeit von Doktoranden mit intensiver personeller Betreuung fördern, zielen die Exzellenzcluster darauf ab viele renommierte und führende Forscher in einem Themenbereich zusammenzubringen. Auf diese Weise soll die akademische Hochwertigkeit in den einzelnen Berichen gewährleistet werden.
Wenn Graduiertenprogramme, Exzellenzcluster und Zukunftskonzepte zum weiteren Ausbau universitärer Spitzenforschung an einer Universität bestehen, kann die Universität in den Status einer "Elite-Universität" gehoben werden.
Mit der Karlsruhe School of Optics and Photonics, dem Center for Functional Nanostructures und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) konnte die Universität Karlsruhe in der ersten Runde in diesen Bereichen überzeugen und zählt damit offiziell zum Kreis der "Elite-Universitäten".
KIT (Karlsruhe Institute of Technology)
Das KIT geht aus der Fusion der Universität Karlsruhe und dem Forschungszentrum Karlsruhe hervor. In der neuen Institution sollen sowohl die programmorientierte Großforschung als auch die universitäre Forschung und Lehre zusammengeführt werden. Hierdurch soll das Ziel der exzellenten Lehre, Forschung und Innovation auf internationalem Spitzenniveau erreicht werden. Mit 8000 Mitarbeitern und einem Jahresbudget von rund 700 Millionen Euro sollte das Potential hierfür vorhanden sein.
Können wir Dir empfehlen in Karlsruhe zu studieren?
Das ist eine schwierige und sehr individuelle Entscheidung, aber die erste pauschale Antwort heißt: JA! Für Studierende in Karlsruhe gibt es zwei Gründe, warum sie hier sind: entweder es liegt an der räumlichen Nähe zu ihrem Heimatort (das ist die absolute Minderheit) oder an dem hervorragenden Ruf der Uni (das ist die absolute Mehrheit). Wenn der Studiengang, für den Du Dich interessierst, hier in Karlsruhe angeboten wird, dann ist die Entscheidung eigentlich klar: Bewirb Dich... eine bessere Uni wirst Du nicht finden.
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